Technik

Veröffentlicht am 1. Juli 2021

Kurzvorstellung: Unsere Lieblings-Apps für die Cloud

Eine große Stärke von Jira ist die Vielzahl unterschiedlicher Add-ons oder Apps, die bestehende Features erweitern, verändern oder auch neue hinzufügen. Egal ob Projektmanagement, Ressourcenmanagement, Integration anderer Plattformen oder Services, Zeiterfassung oder Auswertung – in den meisten Fällen gilt: Wenn es einen Use-Case gibt, dann gibt es dafür meistens auch ein Add-on. Bei den zahlreichen Jira Add-ons im Atlassian Marketplace ist es manchmal schwer, die Übersicht zu behalten. Darum möchte ich dir heute ein paar unserer Favoriten vorstellen.

ScriptRunner von Adaptavist

Das vielleicht mächtigste Add-on für Jira ist ScriptRunner. Es ermöglicht dir, viele komplexe Anforderungen mit Hilfe von Groovy Skripten umzusetzen. Über diese kannst du auch direkt auf die Jira REST API zugreifen. Viele Anforderungen lassen sich so ohne zusätzliche Kosten für weitere Add-ons mit einem Skript umsetzen.

Komplexe oder wiederkehrende Aufgaben können zu einem hohen Grad automatisiert werden. Hierunter fällt beispielsweise die automatische Erstellung einer Vielzahl von Vorgängen beim Anlegen eines neuen Projekts. Auch das automatische Hinzufügen von Unterlagen beim Statusübergang zählt dazu. Aktionen können zudem mit Hilfe von Cronjobs geplant und als wiederkehrend eingerichtet werden.

Workflow-Funktionen lassen sich signifikant erweitern, indem beim Statusübergang ein Skript als Bedingung, Bestätigung oder Folgefunktion ausgeführt wird. So kann zum Beispiel ein:e bestimmte:r Benutzer:in beim Übergang in einen Review-Status automatisch als Beobachter:in hinzugefügt werden. Zudem ist es möglich, den weiteren Übergang von einem Feldwert abhängig zu machen.

Auch wenn der Funktionsumfang von ScriptRunner auf der Cloud-Plattform im Vergleich zur Server- oder DC-Version eingeschränkt ist, ist es immer noch eines der wichtigsten Werkzeuge in unserem Tool-Set.

JSU Automation Suite von beecom

JSU ist ein Automatisierungs-Plug-in und besticht durch eine einfache Bedienung. Mit einer Vielzahl von Bedingungen, Bestätigungen und Folgefunktionen erweitert das Plug-in die Grundfunktionen von Jira. Darüber hinaus sind weitere Features möglich: Hierzu zählen die automatisierte Erzeugung verknüpfter Vorgänge sowie die Verbindung zweier unterschiedlicher Workflows oder Folgefunktionen, die, basierend auf einer Vorbedingung, automatisch einen weiteren Übergang auslösen.

JSU kann Felder beim Übergang auswerten und basierend auf diesem Wert einen bestimmten Übergang auslösen. Dies wird zum Beispiel bei Eskalations- oder Bewilligungsprozessen angewendet, wo ein bestimmter Status erst ab einem Schwellenwert angesteuert wird. IF-THEN Vorbedingungen machen es möglich, Folgefunktionen nur dann auszulösen, wenn bestimmte Umstände gegeben sind. So wird der eigentliche Übergang nicht geblockt. JSU kann auch Übergänge verknüpfen: Hierdurch wird ein Vorgang automatisch geschlossen, wenn alle Unteraufgaben geschlossen wurden.

Wir schätzen JSU vor allem für die Option, komplexe Automationsaufgaben ganz ohne Skripte umzusetzen.

Structure von ALM Works

Structure ist ein mächtiges Tool für Projektportfoliomanagement (PPM). User:innen können damit jegliche Vorgänge sogenannten Strukturen zuordnen. Strukturen sind Hierarchien und gleichzeitig auch Container für Vorgänge. Sie erlauben es, Vorgänge nach bestimmten Kriterien zu sammeln, hierarchisch einzuordnen, anzuzeigen oder auch zu verstecken, zu sortieren und mit anderen Vorgängen oder Strukturen zu verknüpfen. Diese Strukturen können dann in einer Übersicht angezeigt und über ein Gantt Chart visualisiert werden. Du besitzt somit die Freiheit, unbegrenzt viele Strukturen anzulegen, die wiederum andere Strukturen enthalten können. So kannst du eine Vielzahl von Projekten auf einem abstrakten Level überwachen oder auch ganz detailliert in die Tiefe gehen.

Mehr Informationen zu Structure findest du in diesem Blogbeitrag: https://atlassian-team-neusta.de/structure-for-jira/

Structure ist definitiv unser Favorit für PPM: Es überzeugt durch seine Vielseitigkeit und Performance.

Issue Checklist for Jira von HeroCoders

Issue Checklist ist ein Beispiel für „einfach aber genial“. Das Add-on deckt mit seiner Funktionalität einen wiederkehrenden Bedarf ab: Checklisten in einem Jira-Vorgang einzubinden. Ohne jeglichen Konfigurationsaufwand kannst du direkt nach der Installation in jedem Vorgang Checklisten einfügen, in deren Items du Jira-Elemente wie @-mentions, Fälligkeitsdaten oder Vorgangsschlüssel verwenden kannst.

Issue Checklist bietet auch die Möglichkeit, Checklisten als Vorlagen abzuspeichern und automatisch für neue Vorgänge anzuwenden. Items können zudem mit einem von vier vorgefertigten Status versehen werden: Open, In Progress, Done und Skipped. Übergänge können blockiert werden, wenn nicht alle Items der Checkliste abgearbeitet wurden.

Das Add-on bietet auch eine kostenfreie, leicht limitierte Version an. Diese beinhaltet bereits einen großen Teil der Funktionalität. Einschränkungen gibt es bei der Anzahl der Listen-Items und Vorlagen. Auch die Dauer, über die Änderungen verfolgt werden können, ist geringer. Weitere Abstriche müssen User:innen bei der Erstellung individueller Berechtigungen zur Einsicht der Checklisten des jeweiligen Projekts sowie bei der Service-Desk-Integration machen.

Checklisten sind ein sehr häufig angefragtes Feature und es gibt eine Reihe von Add-ons, die diese Funktion auf verschiedene Art und Weise umsetzen. Issue Checklist hat uns am meisten überzeugt. Es ist ein solides Feature-Set zu einem guten Preis.

Fragen?

Hast du Fragen zu einem der vorgestellten Add-ons? Hast du vielleicht Anforderungen, für deren Umsetzung du noch das passende Add-on suchst? Dann schreib uns gerne eine Mail an atlassian@team-neusta.de

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